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Standort Iserlohn - Pressemitteilungen
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24.11.2006
Feierliche Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen der Fachbereiche Maschinenbau sowie Informatik und Naturwissenschaften:
Drei Diplomanden erhielten in diesem Jahr den Dr. Kirchhoff-Preis
Iserlohn, 24.11.06. Drei Absolventen der Fachhochschule Südwestfalen wurden heute in Iserlohn mit dem Dr. Kirchhoff-Preis ausgezeichnet. Der mit je 1500 Euro dotierte Preis wird jährlich vom Verband der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen e.V. in Würdigung der Verdienste von Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff für diesen Industriezweig vergeben. Er wird für hervorragende Abschlussarbeiten verliehen, die in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen entstanden sind und einen hohen Innovationsgehalt besitzen.
Alexander Benner erhielt den Preis für die Konstruktion und den Bau einer Kalibriervorrichtung für Kraft- und Drehmomentsensoren, einschließlich der Kalibrierung von Sensoren. Die Diplomarbeit wurde in Zusammenarbeit mit der Firma GETRAG FORD Transmissions GmbH in Köln durchgeführt. Wie Dipl.-Ing. Andreas Schneider von GETRAG betonte, "hat sich durch den Einsatz dieser universell nutzbaren Kalibriereinrichtung, mit der 90 Prozent aller Sensoren, die bei dem Unternehmen kalibriert werden, die bisher externe erforderliche Kalibrierung minimiert und sich darüber hinaus eine Zeitersparnis der Kalibrierlaufzeiten mit einer erheblichen Kostenreduzierung ergeben." Patrick Klatt entwickelte in seiner Diplomarbeit in Kooperation mit der ISI-Werkzeugfabrik GmbH + Co.KG in Iserlohn einen Drehmoment-Begrenzer zur Verwendung in einem Drehmoment-Schraubendreher. Entsprechend den Anforderung der ISI GmbH wurde der Drehmoment-Begrenzer so konzipiert, dass er sich in die Kunststoffgriffe verschiedener Schraubendreher-Hersteller einspritzen lässt. Wie Unternehmensvertreter Ing.-grad. Heinz Gerd Pötter in seiner Würdigung hervorhob "schaut das Unternehmen heute auf ein serienreifes Modul und zwei neue Kunden im Bereich der Schraubendreherhersteller". Patrick Klatt ist heute Mitarbeiter bei der ISI-Werkzeugfabrik. Mit Mehrkomponentenspritzgießen von Thermoplasten und vernetzten Elastomeren beschäftigte sich Maik Schulte in seiner Abschlussarbeit für die Lanxess Deutschland GmbH in Dormagen. Dieser hart-weich-Verbund kommt bevorzugt zum Einsatz in Bereichen, bei denen Dichtungs-/ und Dämpfungsfunktionen erwünscht sind, wie z.B. im KFZ-Motorenbereich. Aus Sicht von Dr.-Ing. Michael Münker, Lanxess Deutschland GmbH, " sind die Resultate dieser Arbeit ein enormer Beitrag, um das gesamte Verfahren mit neuen Materialien prozessicher zu gestalten, Formteil- und Werkzeugdesign auszulegen sowie die Materialentwicklung effizient voranzutreiben". Auch Maik Schulte ist heute bei dem Unternehmen als Mitarbeiter beschäftigt. Die Preisverleihung nahm Dr.-Ing. Jochen F. Kirchhoff im Beisein zahlreicher Familienangehöriger der Preisträger, Hochschulmitglieder und Industrievertreter persönlich vor. In seinem Festvortrag wies Dr. Kirchhoff auf die ausgezeichneten Zukunftsperspektiven für technisch-naturwissenschaftliche Absolventinnen und Absolventen in mittelständischen Unternehmen hin. Allein im Maschinenbau sind zurzeit rund 6000 Ingenieurstellen nicht besetzt, insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung fehlen Ingenieure. Speziell die Frauen motivierte Dr. Kirchhoff zur Aufnahme eines technischen Studiums: "Deutschland liegt mit nur etwa 10 Prozent weiblichen Ingenieuren weit unter dem Durchschnitt der EU und noch hinter Irland, Griechenland und Portugal". In den Unternehmen der Kirchhoff-Gruppe seien zahlreiche Frauen in Führungspositionen tätig. Im Rahmen der Preisverleihung wurden auch die 221 Absolventinnen und Absolventen der Iserlohner Fachbereiche Maschinenbau sowie Informatik und Naturwissenschaften von den Dekanen verabschiedet und die jeweils besten Studierenden des Jahrgangs 2005/2006 ausgezeichnet.
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