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• Der Fachbereich Agrarwirtschaft in Soest, die Deutsche Saatveredelung AG in Lippstadt und das Julius-Kühn-Institut in Quedlinburg planen gemeinsam ein bundesweites Monitoring zur Erfassung des Auftretens des Gerstengelbmosaik-Virus (Barley yellow mosaic virus) Typ 2 (BaYMV-2) an Wintergerste in Deutschland.
• In den Monaten Februar bis 15. April 2010 sollen die dafür notwenigen Daten, im Rahmen einer Projektarbeit, von zwei Studierenden am Fachbereich Agrarwirtschaft Soest gewonnen werden.
• Am Projekt sind bundesweit Offizialberatung, Handel, Pflanzenbauberatung und Landwirtschaftliche Fachschulen beteiligt, aber auch die Teilnahme von Praktikern ist ausdrücklich erwünscht, um eine umfassende Datengrundlage zu schaffen.
• Es werden Pflanzenproben von Verdachtsflächen mittels „tissue-print immunoassay“ (TPIA) auf BaYMV untersucht. Verdachtsflächen sind solche, auf denen, trotz des Anbaues einer gegen Typ-1-virusresistenten Sorte, Mosaikvirussymptome beobachtet werden. Sollte die Untersuchung hier zweifelsfrei das BaYMV nachweisen, ist von einem Befall mit Typ 2 auszugehen.
• Die Ergebnisse der Projektarbeit werden allen Mitwirkenden nach Abschluss des Projektes zur Verfügung gestellt. Die Analysekosten trägt die DSV.
• Ziel des Projektes ist die Erweiterung einer Karte, die die Verbreitung des Virus Typ 2 in Deutschland darstellt. Weiterhin wird versucht, eine Beziehung zwischen Auftreten des Virus, Bodenart und Fruchtfolge herzustellen.
• Zur Übersicht ist eine charakteristische Darstellung der Symptome des baYMV2 als Pdf-Download verfügbar.
• Das Projekt kann in 2010 weitergeführt werden.
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• Das Tissue-Print-Verfahren beruht auf einer Untersuchung des Pflanzensaftes der Verdachtspflanzen. Daher müssen einige wichtige Punkte bei der Probennahme und dem Versand der Proben beachtet werden.
• Die Proben der Verdachtspflanzen sollten mit Wurzeln und anhaftender Erde aus dem Boden entnommen werden. Eine Probe eines Schlages sollte aus drei Pflanzen und ihren Nebentrieben bestehen. Danach sollte die Pflanze in ein feuchtes Papiertuch gelegt und in einer verschlossenen Plastiktüte zeitnah (d.h. Versand möglichst am Tag der Probennahme) an uns versandt werden, um ein Austrocknen der Pflanzen zu vermeiden.
• Hierbei ist dringend zu beachten, dass pro Plastiktüte nur Pflanzen von demselben Schlag enthalten sein dürfen, um ein Vermischen der Proben zu vermeiden.
• Auf dem Probenbegleitschein (Pdf-Download auf dieser Seite), der für jeden Schlag gesondert auszufüllen ist, sind die Daten des Probennehmers sowie die Herkunft der Proben wichtig, um die fehlerfreie Bekanntgabe der Untersuchungsergebnisse zu gewährleisten.
• Generell bitten wir Sie um einen vollständig ausgefüllten Probenbegleitschein, da wir auch Vorfruchteffekte sowie den Einfluss der Bodenart auf das Auftreten des GMV untersuchen möchten.
• Die Probenahme sollte bis zum 15. April 2010 abgeschlossen werden.
• Proben mit unzureichend ausgefüllten Probenbegleitscheinen können leider nicht untersucht werden!
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